Dreieinhalb Jahrhunderte
Die Geschichte der Familie lässt sich bis 1669 zurückverfolgen. Hier steht, was Urkunden, Lexika und die Familie selbst überliefern.
Stammreihe
1669
Samuel Kummer, Mühlenbaumeister
Die Stammreihe beginnt mit Samuel Kummer, Mühlenbaumeister und Besitzer eines Lehngutes bei Berlinchen in der Neumark. Am 1. Juli 1669 heiratet er dort Anna Barbara Parrhyser, Tochter des kurfürstlich-brandenburgischen Amtmannes Urban Parrhyser.
1786
Der Adelsbrief
Hans Wilhelm von Kummer, Königlich Preußischer Geheimer Finanz-, Kriegs- und Domänenrat und Präsident der Oberkriegs- und Domänenrechnungskammer, wird am 12. November 1786 in Berlin in den preußischen Adelsstand erhoben.
1816
Ferdinand von Kummer wird geboren
Rudolf Ferdinand kommt am 11. April 1816 in Szelejewo in der Provinz Posen zur Welt, als Sohn des Oberamtmanns Ferdinand Friedrich Kummer und der Eva, geborene von Kalinowski.
1871
Saint-Quentin
Als Kommandeur der 15. Division führt Ferdinand von Kummer im Deutsch-Französischen Krieg bei Amiens, an der Hallue und bei Bapaume. Am 19. Januar 1871 siegt seine Division bei Saint-Quentin; dafür erhält er das Eichenlaub zum Pour le Mérite.
1900
Tod in Hannover
General der Infanterie Ferdinand von Kummer stirbt am 3. Mai 1900 in Hannover und wird auf dem Neuen St.-Nikolai-Friedhof beigesetzt. Sein Sohn Heinrich (1841–1924) wird preußischer Generalleutnant.
Heute
Verstreut über die Welt
Die Familie lebt längst nicht mehr nur in Deutschland, sondern bis nach Amerika. Ein Familienverband hält den Kontakt und sammelt, was sich nicht aus Urkunden ergibt: die Geschichten aus dem Leben.

Der Adelsbrief von 1786
Wenige Monate nach seiner Thronbesteigung erhebt König Friedrich Wilhelm II. von Preußen Hans Wilhelm Kummer in den Adelsstand. Kummer ist Geheimer Finanz-, Kriegs- und Domänenrat und Präsident der Oberkriegs- und Domänenrechnungskammer, also einer der obersten Finanzbeamten des Königreichs.
Die Schlussformel der Urkunde lautet, so weit sie sich auf der Abbildung lesen lässt:
„So geschehen und gegeben in Unserer Königlichen Residenz-Stadt Berlin den 12. Tag Monaths Novembris nach Christi unseres Herrn Geburth im Eintausend Sieben Hundert Sechs und Achtzigsten und Unserer Königlichen Regierung im Ersten Jahre.“
Darunter die Aufschrift: „Adel-Brief für den Geheimen Finanz-Rath und Praesidenten der Ober-Rechen-Cammer Hans Wilhelm von Kummer“.
Das Wappen
Beschrieben nach der farbigen Abbildung der Familie, ohne Anspruch auf eine amtliche Blasonierung.
- Schild
- In Silber ein schwarzer, golden gekrönter Adler, der in den Fängen ein Zepter und ein Schwert hält, umschlossen von einem grünen, unten gebundenen Lorbeerkranz.
- Bord
- Ein blauer Schildrand, besetzt mit goldenen sechsstrahligen Sternen. Der Stern begleitet diese Website als Markierung der Stammreihe.
- Helm
- Ein Spangenhelm mit goldenem Halskleinod und goldener Krone, dazu eine grüne Helmdecke, die zu beiden Seiten in Blattranken ausläuft.
- Helmzier
- Ein offener schwarzer Flug, dazwischen zwei grüne Stängel und das Auge der Vorsehung in einem strahlenden Dreieck.

Quellen und Literatur
- Ferdinand von Kummer
Wikipedia
- Kurt von Priesdorff: Soldatisches Führertum, Band 7, Nr. 2295
Hanseatische Verlagsanstalt, Hamburg 1939, S. 275–280
- Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Briefadeligen Häuser
Justus Perthes, Gotha 1906 (Jahrgang 1907), S. 454
- Hermann von Wartensleben: Feldzug 1870–71. Die Operationen der I. Armee unter General von Manteuffel
Berlin 1872
Ergänzungen und Korrekturen sind willkommen, vor allem zu den Generationen zwischen 1669 und heute. Schreib uns.